Contaxe und der Klickbetrug

Es ist schon seltsam, irgendwie scheinen Blogger (ich schließe mich da jetzt mal nicht aus) die Perfektion eines Herdentieres zu sein, denn anders kann ich mir kaum noch erklären, dass die gesamte Blogosphäre in den letzten Tagen nur noch das Thema Contaxe und Klickbetrug kennt.

Auslöser der Diskussion war wohl die Ankündigung von Contaxe, dass man nun massiver gegen Klickbetrüger vorgehen möchte und so sieht die geänderte AGB des Anbieters nicht nur die Sperrung eines Betrügers vor, sondern auch eine Vetragsstrafe in Höhe von 2.000 EUR. Den gesamten Sachverhalt möchte ich jetzt hier nicht darlegen, denn das hat Marcel bereits schon zusammengefasst.

Diese Vertragsstrafe ist es jedoch nun, die einige Gemüter hochkochen läßt, denn wie immer bei solchen Ankündigungen fühlen sich einige Kunden des Anbieters gleich abgezockt oder gar reingelegt.

Aber mal ernsthaft Leute…worüber regt Ihr euch eigentlich auf? Darüber, dass dieses Unternehmen versucht seinen Marktplatz sauber zu halten und das dann auch mit einer solch abschreckenden Manahme untermauert? Oder habt Ihr einfach Angst, dass Ihr in Zukunft selber erwischt werden könntet, weil der ein oder andere von euch doch mal gern selber klickt?

Ich kann die gesamte Aufregung jedenfalls nicht verstehen, denn in meinen Augen ist das erstmal ein sehr positiver Schritt von Contaxe, denn nur weil wir im Google – AdSense Programm mit gewissen manipulierten Klickraten leben (müssen) und diese tolerieren, bedeutet das noch lange nicht, die Absolution für diesen Weg der Online-Kriminalität zu erteilen.

Ja, Ihr lest richtig…für mich sind Klickbetrüger nichts anderes als kriminelle, denen man mit allen Mitteln das Handwerk legen muss. Im Abakus-Forum oder in Yanniks-Blog sind jedoch einige Beiträge zu lesen, die einen anderen Thenor an den Tag legen:

Oftmals herrscht bei einigen Nutzern die Meinung vor, dass man doch je nach Verdienst des Kunden bewerten sollte. Also…bei denen, die nur 50 oder weniger Euro pro Monat verdienen kann man dann ein Auge zudrücken aber bei den großen Mitbewerben, die einige hundert Euro pro Monat mitnehmen, ja da soll man dann bitte genauer hinsehen. Was ist das denn bitte für eine Einstellung? Sieht das Gesetzbuch jetzt schon „ein bißchen Diebstahl“ oder gar „ein bißchen Mord“ vor?

Für mich ist die Situation glasklar…wer in diesem Bereich besch*****, der gehört aus dem Verkehr gezogen. Dabei ist es vollkommen egal, ob es sich dabei um 5 oder um 500 Euro handelt. Klickbetrug bleibt Klickbetrug und ich für meinen Teil wünsche mir mehr Firmen wie Contaxe, die endlich mal den Mut aufbringen festgefahrene Systeme wachzurütteln.

3 comments for “Contaxe und der Klickbetrug

  1. 19. Mai 2008 at 10:30

    man kann es eben nicht 100% kontrollieren das ist der Grund warum ich finde das die 2000€ unangebracht sind.

    Stell dir vor da ist jemand der dich nicht leiden kann und der klickt dann regelmäßig mehrere male am Tag auf die Werbung?

    Dann hast du ein Bußgeld am Hals ohne selbst etwas verschuldet zu haben. Man kann so etwas eben nicht verhindern außer mit programmierten Features die z.B. viele Klicks die auf einmal von der selben IP kommen einfach nicht wertet.

    Google macht es ja ähnlich 😉

    Es lassen sich noch diverse andere Features einrichten die vor klick betrug schützen. Und mal dahin gestellt ob Contaxe im Recht ist oder nicht das interessiert doch den Affilate nicht eine 2000€ strafe schreckt nun einmal ab da braucht man nicht lang drüber diskutieren es wird sich auch negativ auswirken auf das contaxe geschäft wenn es das nicht schon getan hat.

  2. Pingback: HVBX Blog v2.0
  3. ErstInformierenDannPosten
    23. Mai 2008 at 21:14

    Die AGB wurde einige Male geändert, aber nicht in Bezug auf die Vertragsstrafe. Die wurde seit dem Start von Contaxe nicht geändert. Ihr könnt das selbst überprüfen zB. mittels archive.org, die haben die AGB seit Juni2007 kontinuierlich gespeichert:
    http://web.archive.org/web/20070609141512/http://www.contaxe.com/de/texte/terms/

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