Keine Backlinkpflicht für Webkataloge

Bereits gestern habe ich in diesem Blog über die von Google veröffentlichten Tipps zum Betrieb eines Webkatalogs berichtet und natürlich liegt uns als Hersteller dieses Thema sehr am Herzen, da wir unseren Kunden immer die bestmögliche Softwarelösung anbieten möchten. Doch wie könnte eine solche Lösung in Zukunft aussehen?

Ein paar erste Gedanken wie eine Software für Webkataloge aufgebaut sein sollte, hat sich bereits Frank Bergmann in seinem Blog gemacht und in vielen Punkten bin ich mit ihm auf einer Linie. Insbesondere dürfte es nun aber auch für die Betreiber, sprich unsere Kunden, an der Zeit sein sich in eine andere Richtung zu bewegen.

Google sagt in seinem Statement unmissverständlich:

Wir empfehlen, es euren Usern zu überlassen, ob sie einen Link zu eurer Site setzen möchten, anstatt einen Backlink zu eurer Site zu einer Bedingung für die Aufnahme in eurer Verzeichnis zu machen. Linktausch mit dem Ziel, das Ranking in Suchmaschinen zu manipulieren, verstößt gegen unsere Richtlinien für Webmaster.

Damit dürften die Zeiten von Backlinkzwang endgültig vorbei sein und viele unserer Kunden dürften hier gezwungen werden, dass eigene Geschäftsmodell zu überdenken. Für uns als Hersteller ist es naturgemäß doppelt schwer, denn auf der einen Seite möchten wir unseren Kunden die Features bieten, die sie verlangen, doch auf der anderen Seite sind wir auch in der Pflicht die Software so zu gestalten, dass sie den neuesten Erkenntnissen im Bereich der Suchmaschinen-Optimierung entspricht.

Als logische Konsequenz der Google Veröffentlichung würde es für uns jetzt bedeuten, dass wir die gesamten Backlink – Geschichten aus der Software entfernen und stattdessen mehr auf User generated Content setzen. Wie ist eigentlich eure Meinung zu dem Thema? Was denkt Ihr über den von Google veröffentlichten „Verhaltenskodex“ ?

4 comments for “Keine Backlinkpflicht für Webkataloge

  1. 4. Juni 2008 at 15:49

    Erst man ein gutes Lob an den Aufbau der Seite. Hier stimmt alles vom Inhalt bis zum Aufbau. Das mit den Webkatalogen ist leider schade, aber es wurden so viele, dass diese Zahl über den Rand gewachsen war. Einen vernünftigen Text gab es schon gar nicht mehr und es wurde nur noch fleißig kopiert. Überleben werden diejenigen die sich an die Kriterien halten. Doch auch hier meine ich, dass zuviel der Filterung auch nicht gut ist. Den Webkatalogen sollte ein wenig Spielraum auch möglich sein.

  2. 4. Juni 2008 at 17:33

    Hallo,

    man müsste sehen ob die Kunden von euch zum einen diesen Artikel von google überhaupt lesen werden und zum anderen ob darauf reagiert wird werden.

    User generated Content: dann wären wir ja wieder bei der Version mit dem integrierten Forum, welches ihr ja bereits für DataBecker realisiert hattet. Könnte wieder aufgerollt werden?
    Oder bekommt die neue EL-Version womöglich einen WP-Blog inkl. als AddOn verpasst? Wer weiß! Viel. wäre eine Umfrage gut um solche Erkenntnisse zu bekommen.

    Gruß

  3. 24. Juni 2008 at 19:04

    Hallo, ja – weg mit den Katalogen mit Backlinkpflicht. Das ist schon richtig, wenn Google das so sagt, Backlinks müssen freiwillig sein. Wenn man bei Google gelistet sein will, muss man ja auch keine Backlinks auf Google setzen. Man braucht sich ja nur andersherum fragen: Welche Art von Webseiten nageln sich dutzende Backlinks auf Kataloge auf eine Unterseite? Es widerspricht ganz klar dem Sinn eines qualitativ hochwertigen Katalogs die Auslese nach Gegenleistung zu definieren. Ist ein Katalog wirklich gut gefiltert bezüglich der Qualität der Texte zu den eingetragenen Webseiten, wird er auch viele Backlinks von Anderen bekommen. Ich lasse mich ja auch lieber mit einem Ferrari fotografieren wie mit einer Rostlaube. Es gibt auf dem Web tausende von wirklich gutem Content den man Themen spezifisch über eine Katalogserfassung vom millionenfachen Schrott filtern könnte. Ich bin sicher auf diese Weise könnten Katalogbetreiber genauso an Ihr Ziel gelangen.
    Wenn es jetzt um die Entwicklung von Katalogsoftware oder SE-Software geht ist es ganz klar, dass der zu verbessernde Filter der Content ist. Wo diese Linkzählerei hingeführt hat, sieht ja jeder. Da habe ich auch kein Mitleid mit Katalogen, die von einem Tag auf den anderen von PR5 auf PR0 gesetzt werden.
    – Für die Leute die Eure Software kaufen, müßt Ihr natürlich die Features anbieten, die sie verlangen. Auf der anderen Seite siehts auch nicht gut aus, ein Werkzeug bereit zu stellen, das in unserer Googlewelt balt schon stumpf ist. Weil die Beschwerden bekommt ja Ihr von euren Kunden und nicht Google.

  4. Thomas
    17. Oktober 2009 at 12:24

    Im Grunde genommen haben sie schon recht. Allerdings finde ich sollte man es schon dem Einträger entscheiden lassen ob er lieber einen Backlink setzt (natürlich freiwillig) oder einen Betrag bezahlen muss wie es im easylink katalog leider häufig üblich ist (ab Eintrag Business). In der hat Version bietet easylink V3 ja nun keinen Backlinkcheck mehr an! Was meines erachtens ein Schritt in die flasche Richtung ist. Kataloge müssen Stark sein, sonst trägt ja keiner mehr ein. Mir ist ein Backlink lieber als 5 Euro im Monat Grundgebühr pro Eintrag. Und diese können ja bezahlt werden wenn man keinen Backlink setzen möchte. Was verstößt da gegen die Googlerichtlinien? Der Basis Eintrag ist und bleibt ja Backlinkfrei.

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