Mein Restaurant und die Möglichkeiten des Web 2.0

Gestern Abend war mal wieder Zeit für Mein Restaurant auf Vox und auch wenn es sonst nicht so meine Art ist über das aktuelle Fernsehprogramm zu bloggen, so möchte ich heute einfach mal eine kleine Ausnahme machen, denn diese Sendung ist aus Marketingsicht doch sehr interessant.

Worum geht es genau?

Für alle Leser, die das relativ neue Format noch nicht kennen sei gesagt, dass bei Mein Restaurant derzeit noch 5 Kandidatenteams um die Verwirklichung ihres Lebenstraums, dem eigenen Restaurant spielen. Alle Kandidaten mussten innerhalb von kürzester Zeit einen vollkommen desolaten Raum in ein Top-Restaurant verwandeln und allein dabei gab es zahlreiche Hürden zu nehmen.

Mittlerweile sind die 5 neuen Gourmet – Tempel eröffnet und die Teams müssen nun im Alltag beweisen, dass die entsprechenden Konzepte auch wirtschaftlich tragbar sein. Nun kommt aber noch zusätzlich der Zuschauer ins Spiel, denn ganz nach dem Stil diverser Castingshows werden alle 2 Wochen 2 Teams von der Jury, bestehend aus Tim Mälzer, Christopf Strenger und Eva Maria Gerstner, nominiert und nur der Zuschauer kann durch seine Telefonanrufe entscheiden, wer letztendlich sein Restaurant wieder schließen muss oder wer es behalten darf.

Beim ersten Nominierungsdurchgang hat es zum einen das Tessanova aus Leipzig und zum anderen die Grinse Katze aus München erschwischt und genau hier beginnt die Sendung für uns relevant zu werden, denn beide Teams haben es meiner Meinung nach bisher total versäumt eine gewisse Fanbase um Internet zu akquirieren, die ihnen jetzt bei den Votings behilflich sein könnte.

Anstatt also die Fanbase von Anfang an mit Hilfe von Blogs oder sozialen Netzwerken wie Facebook, meinVZ bzw. Lokalisten an sich zu binden, ist man jetzt eher gezwungen, auf so unkonventionelle Maßnahmen wie Demos in der Fußgängerzone, regionale Flyerverteilung oder auch Werbung auf Dunstabzugshaben zurückzugreifen.

Natürlich bedeutet regelmäßiges Networking eine riesen Arbeit für die Teams, doch der eindruckvolle Sieg von Barack Obama hat uns allen sehr deutlich gezeigt, wie wichtig die Einbeziehung von sozialen Webkomponeten bei der Mobilisierung der Massen sein kann.

Letztendlich waren es viele junge Erstwähler, die Obama über die Staatsgrenzen hinaus zum Sieg verholfen haben und diese Wähler hätte er wohl niemals mit einer Flyer- oder Plakatkampange erreichen könne. Und so sollten auch wir langsam die Erkenntnis aus diesen beiden Beispielen ziehen, dass ohne effektives Networking heute wohl kein großer Erfolg mehr zu erzielen ist.

Es ist halt jetzt nicht mehr damit getan eine gute Idee in Form eine Projektes ins Netz zu stellen und dieses dann quasi sich selbst zu überlassen. Stattdessen ist heute die aktive Arbeit und die Präsentierung in den jeweiligen sozialen Netzwerken wesentlich wichtiger geworden und diese Tasache sollten wir uns bei unseren täglichen Arbeit immer wieder vor Augen führen.

1 comment for “Mein Restaurant und die Möglichkeiten des Web 2.0

  1. 12. November 2008 at 11:34

    Mein Restaurant und die Möglichkeiten des Web 2.0 http://tinyurl.com/6hfbfj

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