Entwickler beklagen sich über AppStore – Preise

Eigentlich ist die Diskussion nicht wirklich neu, denn bereits seit Veröffentlichung des AppStore beklagen sich viele Entwickler über das stetig fallende Preisnivau in Apple’s – Vorzeigeshop, doch nun meldet sich auch Craig Hockenberry mit einem offenen Brief an Steve Jobs zu Wort.

Als Entwickler des bekannten TwitterClients – Twitteriffic sieht Hockenberry die Möglichkeiten für komplexere Applikationen als zunehmend erschwert an, da sich die ehrgeizigen Projekte einiger iPhone-Developer über die üblichen 99 Cent Tarife nicht mehr vollständig refinanzieren lassen.

Die Ursache für diese Problematik ist darüber hinaus auch noch hausgemacht, denn viele Nutzer sortieren sich die Listen im AppStore nach den Verkaufszahlen und dort dominieren halt in der Regel die vielen Angebot zwischen 79 und 99 Cent pro Kauf.

Die etwas teureren Programme verschwinden daher extrem schnell aus den jeweiligen Rankings und können oftmals nicht einmal mehr die eigenen Entwicklungskosten einfahren.

Logisch das eine solche Situation für ambitionierte Entwickler sehr unbefriedigend ist und daher kann ich persönlich den Unmut von Craig auch sehr gut nachvollziehen. Gerade die professionellen Programme im AppStore sind entwickelt worden um damit auch einen gewissen Profit zu erzielen, denn nur die wenigsten Firmen können es sich leisten, die eigene Arbeitsleistung zu verschenken. Wenn aber die Gewinnmargen letztendlich so gering werden, dass sich nicht einmal mehr die Entwicklungskosten decken lassen, dann kann ich gut verstehen, wenn sich Unternehmen aus diesem Marktsegment vollständig zurückziehen.

Natürlich läßt sich auch nicht abstreiten, dass über den AppStore fast unvorstellbar große Nutzerzahlen erreicht werden können und sicherlich gibt es auch einige rühmliche Ausnahmen, doch darf man auf der anderen Seite auch nicht vergessen, dass täglich ein Großteil der eingenommenen Gebühren auf die Konten von Apple überwiesen wird.

Wenn ich dann so durch den AppStore surfe, treffe ich immer wieder Bewertungen wie diese:

Hallo…

das Programm ist wirklich toll und nützlich. Die Umsetzung ist gut und ich konnte auch keine groben Fehler etc. im Ablauf finden. Kann den Kauf nur jedem Nutzer empfehlen. Die Software ist ein MUSS für jedes iPhone, aber der Preis von 1,99 EUR ist viel zu hoch. Da sollten die Entwickler noch was ändern.

Spätestens an diesem Punkt frage ich mich dann in welchen Welten der ein oder andere Nutzer lebt oder in welchen Relationen der Endanwender die iPhone Software sieht. Ich meine…viele von denen, die im AppStore selbst Preise von 99 Cent als zu hoch deklarieren, gehören zu den Nutzern, die ohne Nachzudenken 50 bis 70 EUR für ein aktuelles Playstation – Portable – Game auf den Tisch legen.

Seit Jahren gilt eigentlich in unserer Branche der Grundsatz, dass Kunden faire Preise für faire Software bezahlen und auch wir können bestätigen, dass viele Nutzer gern ein paar Euro mehr bezahlen, wenn Sie a) mit der Software und b) mit dem Service zufrieden sind, doch warum klappt dieses System nicht bei den Produkten im AppStore? Liegt an an der ungeheuren Flut von Programmen?

Wie seht Ihr dieses Problematik? Greift Ihr eher auf die kostenlosen Apps zurück oder seit Ihr eventuell auch bereit etwas tiefer in die Tasche zu greifen, wenn die Software entsprechend gut ist?

4 comments for “Entwickler beklagen sich über AppStore – Preise

  1. 11. Dezember 2008 at 09:53

    Entwickler beklagen sich über AppStore – Preise http://tinyurl.com/5du2dg

  2. 11. Dezember 2008 at 11:26

    Entwickler beklagen sich über AppStore-Preise: http://tinyurl.com/5du2dg

  3. 11. Dezember 2008 at 11:34

    Nun, das ist ein Problem der Käufer, nicht von Apple. Wenn jemand so blöd ist und 1.99 EUR ZUVIEL für ein Programm findet, dann kann auch Apple nix dafür. Preise unter 6 EUR sind ja ein Witz, es gibt auch viel Schrott im App-Store, da müsste Apple restriktiver sein.

  4. 19. Februar 2009 at 12:56

    Wenn ein Programm (Produkt generell) wirklich gut ist und ich es benötige lege ich auch gerne mehr auf den Tisch … aber Geiz ist anscheinend immer noch geil

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