Ist Safari bald die Nr.1 unter den Windows Nutzern?
Diese Frage drängt sich einem zumindest unweigerlich auf, wenn man die aktuelle Diskussion um die kommende Browserliste in Windows 7 verfolgt. Doch worum geht es hier genau?
Nachdem die EU Microsoft verboten hat, nur den Internet Explorer standardmäßig installiert zu haben, wird es zukünftig nach der Installation von Windows ein Auswahlfenster geben, mit Hilfe dessen man einen Browser nach Wahl installieren kann.
Doch genau dieses Auswahlfenster dürfte nun zu einem weiteren Zackapfel zwischen den Parteien werden, denn natürlich impliziert das Wort “Liste” auch immer eine gewisse Sortierung der Einträge und während der Vorschlag Microsofts die Browser gemäß ihrem Marktanteil zu sortieren, von der EU Kommission abgelehnt wurde, haben die zuständigen Kommissare und Wettbewerbshüter in Brüssel nun beschlossen die Browser künftig alphabetisch anzuordnen.
Die aktuelle Liste in Windows 7 sieht danach wie folgt aus:
- Apple Safari
- Google Chrome
- Microsoft Internet Explorer
- Mozilla Firefox
- Opera
Diese Art der Sortierung ist jedoch in den Augen von Jenny Boriss, bei Mozilla für User Design Experience zuständig, ein klarer Fall von Benachteiligung, denn in seinen Augen erweckt die Tatsache, dass der Safari als erster Browser gelistet wird, für den Nutzer den Anschein als wäre dieses der vom Hersteller empfohlene Browser.
Boriss vermutet weiter, dass die Nutzer zukünftig zu zwei Auswahlmöglichkeiten tendieren werden: Entweder Sie installieren den altbekannten Internet Explorer oder Sie werden den ersten Browser von der Liste auswählen, in dem Fall Safari. Das würde nicht nur bedeuten, dass sich die statistischen Marktanteile der jeweiligen Anbieter massiv verschieben könnten, sondern durch dieses Vorgehen würden andere Hersteller extrem benachteiligt.
Als Lösung schlägt er u.a. vor, die Sortierung stets zufällig erfolgen zu lassen. Mit der einzigen Konstanten, dass auch hier die Internet Explorer immer auf dem 5 Platz erscheinen sollte. Somit könnte man über das Installationsverhalten auch keine Rückschlüsse mehr auf die bevorzugten Browser ziehen.
Es bleibt jedenfalls spannend, denn bis 9. November kann nun noch Einspruch gegen eingelegt werden und danach entscheidet die EU, ob es das Auswahlfenster tatsächlich geben wird oder Microsoft weitere Veränderungen vornehmen muss.







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