Twitterlisten – Der lange Weg in den Hochadel

Momentan nutze ich die letzten Vorweihnachtstage um genau die Dinge zu erledigen, die über das Jahr gesehen einfach zu oft liegen bleiben. Dazu gehört neben der Pflege der zahlreichen Online-Profile auf Facebook, Xing und Co. natürlich auch das Bereinigen unseres Twitter-Accounts.

Über die Wochen und Monate stößt man hier und da mal auf einen interessanten Tweet und oftmals folge ich dem Ersteller dann auch direkt. Nicht selten merke ich aber schon nach kurzer Zeit, dass der besagte Tweet vielleicht nicht mehr als eine Eintagsfliege gewesen ist und wenn die restlichen von diesem Nutzer gelieferten Inhalte dann auch keinen persönlichen Mehrwert bringen, dann klicke ich leider auch nicht immer mit ausreichender Konsequenz auf den Unfollow-Button. So kommt es oftmals vor, dass sich über die Zeit sehr viele Accounts ansammeln, denen ich eigentlich nicht mehr folgen möchte.

Twittercharts
Auszug aus den aktuellen Twittercounter-Statistiken für @MountainGrafix

Konsolidierung ist deshalb hier das Stichwort und so durchforste ich aktuell verstärkt meine Listen um mich von diesen unnützen Accounts zu entledigen. Dabei rücken auch immer wieder die seit kurzem verfügbaren Twitterlisten in den Fokus meines Interesses. Twitterlisten sind einfach ausgedrückt, nichts anderes als eine Möglichkeit die einzelnen Twitter-Nutzer zu katalogisieren. Wenn Ihr also jemandem folgt, dann könnt Ihr den Account zusätzlich einer frei definierbaren Liste zuordnen. Der Vorteil liegt natürlich zunächst darin, dass Ihr bei tausenden von Nutzern nicht allen „zuhören“ müßt, sondern Ihr habt die Möglichkeit, euren Fokus auf bestimmte Themengebiete wie z.B. Apple, WordPress, PHP usw. zu legen.

Wesentlich interessanter finde ich persönlich jedoch den Aspekt, was die neuen Listen für eure Online Reputation bedeuten könnten, denn während „der Wert“ eines Twitter-Accounts früher stets an der Zahl seiner Follower gemessen wurde, sorgen Auto-Follower und andere Spam-Tools mittlerweile dafür, dass wir hier neue Indikatoren für die Berechnungsgrundlagen zu festlegen müssen.

Die neuen Twitterlisten haben meiner Meinung nach das entsprechende Potenzial dazu, denn jemand der mit seinen Tweets keinen meßbaren Mehrwert liefert, der wird von euch wohl kaum in einer seiner Listen übertragen werden. Nutzer die hingegen oft gute Beiträge zu bestimmten Themengebieten veröffentlichen, dürften sich im Umkehrschluss natürlich auf entsprechend vielen unterschiedlichen Twitterlisten wiederfinden.

Man könnte sogar vermuten, dass sich die Qualität der einzelnen Beiträge durch dieses Feature etwas steigern wird, denn nicht wenige Nutzer werden in Zukunft versuchen, von ihren Followern durch die Aufnahme in einer Liste entsprechend „geadelt“ zu werden. Was denkt Ihr über die neuen Twitterlisten?

Handelt es sich hier in euren Augen nur um ein neues kleines Gimmick, dass euch den Alltag im Umgang mit den Followern erleichtern kann oder erkennt auch Ihr in den Listen einen gewissen Wert-Indikator?

4 comments for “Twitterlisten – Der lange Weg in den Hochadel

  1. jan
    4. Januar 2010 at 02:29

    Ich glaube, Twitter wird ziemlich überbewertet.

    Es gibt viel Content, den ich echt nicht brauche:

    Posten von überall zugänglichen Nachrichten
    Befindlichkeiten, persönlicher Kram
    Nachgekautes, Retweets

    Und nur wenig Accounts, die wirklich Mehrwert bieten und/oder lustig und einmalig sind.

    Am meisten nerven mich Networker und MLM-Anpreiser.

  2. 22. Juli 2014 at 08:11

    Ich persönlich nutze Twitter *wieder*, finde es aber wirklich SEHR unübersichtlich. Es hat etwas von einem Information Overload und ob dadurch wirklich die Sichtbarkeit des eigenen Contents um einen relevanten Wert erhöht werden kann, bezweifle ich

  3. galaxys5huelle
    24. Juli 2014 at 05:29

    Ich glaube, Twitter ist immer noch sehr gut und wesentlich.

  4. Matthias
    25. März 2015 at 11:14

    Mich persönlich stört an twitter, dass alle ihre Infos mit verweisen posten. Da springt man nur von Seite zu Seite und hat nach 3 Minuten keine Lust mehr. Da ziehe ich andere Plattformen vor- LG

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