Kein Job ohne ausreichende Follower

Nicht selten höre ich von unseren Softwarekunden Aussagen wie diese:

Ach…Twitter, Facebook und den ganzen Quatsch. Wofür brauche ich das alles? Damit kann ich doch eh nichts anfangen…

Aber die mediale Welt befindet sich in einem stetigen Wandel und so setzen auch heute immer mehr Unternehmen bei ihren Bewerbern auf eine umfangreiche Social Media Kompetenz.

Erst im letzten Sommer sorgte die amerikanische Multimediakette BestBuy für einen gehörigen Aufruhr, als sie in einer Stellenausschreibung bei den Bewerben neben dem Universitätsabschluss auch einen eigenen Twitter-Account mit mindestens 250 Followern voraussetzte.

Nun ist der amerikanische Markt zwar nicht unbedingt mit Europa zu vergleichen, aber auch in Deutschland und Österreich achten die Firmen vermehrt darauf, dass sich ihre Mitarbeiter in bestimmten Positionen sicher im Social Web bewegen können. Wie Nicole Klawikowski, Leitering des Personalmarketing bei Vodafone, in einem Interview gegenüber der FAZ bestätigt, reicht es heute in vielen Branchen für die Unternehmen nicht mehr aus einfach nur einen Account bei einem der zahlreichen sozialen Netzwerke zu registrieren.

Gerade in der Kommunikationsbranche ist eine gute Vernetzung unabdingbar…Bewerber müssen aber die Relevanz von neu aufkommenden Medien beurteilen können

Stattdessen erwartet man von den künftigen Mitarbeitern das sie durch die eigenen Social Media Aktivitäten auch das Image und das Erscheinungsbild des Arbeitgebers nach aussen weitergeben. Naturgemäß hat die junge Generation in diesem Bereich wesentlich weniger Berührungsängste, aber auch aus meinen eigenen Facebook-Umfeld weiß ich, dass nur wenige Kontakte, die nicht aus dem web affinen Bereich stammen und zwischen 35 und 50 Jahren sind, dieses Medium in seiner vollen Vielfalt bereits aktiv wahrgenommen haben.

Letztendlich zeigt dieses Thema aber, dass unser Netzleben auch immer mehr Einfluß auf das reale Leben nimmt und so kann es zumindest nicht Schaden, wenn man in der nächsten Bewerbung für einen Job auch ein wenig seine ganz persönliche Social Media Kompetenz anführt.

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