Facebook bekommt ein eigenes Rechenzentrum

Nach eigenen Angaben verfügt Facebook derzeit über 350 Millionen Nutzer und damit ist das weltweit bekannteste Social Network natürlich schon lange seinen Kinderschuhen entwachsen, aber eine so hohe Mitgliederanzahl braucht Platz und zwar in Form von Datenspeichern und Prozessorleistung.

Bisher wurde die Infrastruktur auf externe Dienstleister ausgelagert bzw. man hat entsprechende Kapazitäten einfach weltweit angemietet, doch damit ist jetzt Schluß, denn bis Anfang 2011 soll das erste eigene Rechenzentrum von Facebook ans Netz angeschlossen werden.

Laut der eigenen Ankündigung im Facebook-Blog soll das neue Rechenzentrum in Prineville, im Bundesstaat Oregon entstehen. Der Standort wurde offensichtlich mit einer besonderen Sorgfalt vom Zuckerbergs Imperium ausgewählt, denn neben Amazon betreibt auch Google ein Rechenzentrum in der direkten Nachbarschaft und auch diese Gebäude stehen hier nicht rein zufällig in der Landschaft rum.

Oregon bietet nämlich neben einem perfekten Klima für die Kühlung der Serverfarm auch eine Vielzahl von steuerlichen Anreizen für die Betreiber solch großer Zentren. Darüber hinaus sind auch die Energiekosten im Staat Oregon auf einem sehr niedrigem Niveau und selbst wenn Facebook das geplante Projekt mit „hocheffizient“ und „kostengünstig“ beschreibt, dürften die Stromkosten sicherlich zum größten Posten in der jährlichen Abrechnung zählen.

2 comments for “Facebook bekommt ein eigenes Rechenzentrum

  1. 8. September 2011 at 23:31

    Die grosse Datensammelstation von Facebook sieht also so aus.
    Währe die benötigte Infrastruktur von FaceBook nicht um ein vielfaches kleiner (und auch günstiger), wenn nicht soviele unnötigen Daten gesammelt und gelagert werden? Irgendwo habe ich gerade gehört, das jemand auf FaceBook in 3 Jahren um die 400 MB Daten auf ihren Server angesammelt haben (war irgend ein Interview). Rechnet man also mit 100MB pro Jahr multipliziert durch Nutzer ergibt grosses Rechenzentrum…

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