Fun-Gruppen: Wer achtet schon auf seine Online-Reputation?

Sie nennen sich Rettet den Charmin-Bären, tragts mi ins Auto, i fahr euch heim oder Tiroler = das höchste was ein Mensch werden kann und von diesen Fun-Gruppen gibt es in allen Social-Networks sicherlich tausende, wenn nicht gar Millionen. Aber wer denkt bei einem Gruppenbeitritt schon an seine eigene Online-Reputation?

Der Ablauf ja in der Regel relativ simpel: Man bekommt von seinen Kontakten oder Freunden zunächst eine Einladung in eine dieser Fun-Gruppen. Der Titel bzw. das Ziel der Gruppe hört sich auf den ersten Blick hin ganz witzig an, die Teilnahme ist kostenlos und der „Beitreten“-Button ist auch oftmals dann auch schnell geklickt.

Vermutlich hat man ja eh niemals vor gehabt, sich in der Gruppe aktiv zu beteiligen und so schlummert die für einen selbst eventuell ziemlich unbedeutende und als reiner Spaß gedachte Mitgliedschaft ruhig in den tiefen der Profilseiten. Nur welchen Auswirkungen kann z.B. die Mitgliedschaft in der Gruppe: mit Frauen spielt man nicht… ausser sie sind ans Bett gefesselt auf die eigene Online-Reputation haben?

Wer macht sich darüber zu diesem Zeitpunkt schon Gedanken?

Natürlich ist es kein Geheimnis mehr, dass sich heute selbst kleinere Firmen bei der Berwerberauswahl ein Bild des Kandidaten mit Hilfe der Social Networks machen, doch ist uns allen diese Tatsache wirklich im Alltag immer bewußt? Was würde wohl unser zukünftige Chef von uns denken, wenn wir ein Mitglied der Gruppe: Ich wäre gerne mal abends so müde wie morgens wären? Muss er dann zwangsläufig davon ausgehen, dass wir morgens grundsätzlich unausgeschlafen am Arbeitsplatz erscheinen?

Bei mir selbst war die Sache bis vor einigen Monaten relativ klar geregelt. Während Facebook rein für den privaten Bereich von mir genutzt wurde, waren Xing und Twitter eher für die Business-Kontakte zuständig, doch leider lassen sich die Plattformen nicht immer so trennen, wie man es selber gern möchte und so zählen seit geraumer Zeit auch immer mehr professionelle Kontakte zu meinen Facebook-Freunden.

Auf der einen Seite mag das sicherlich positiv sein, doch auf der anderen Seite merke ich auch immer mehr, dass ich vor dem Veröffentlichen einer Status-Meldung sehr genau darüber nachdenke, welche Folgen diese Meldung im Zweifel für mich persönlich haben könnte. Man beginnt also mit der Zeit die Informationen zu filtern und man versucht sicherlich auch bestimmte Kontakte nicht mit unnützen Updates zu überschütten.

Während meine Kontakte aus den Bereichen SEO und SocialMedia nämlich nur bedingt daran interessiert sein werden, welches Level ich aktuell FarmVille erreicht habe, können meine reinen „Game-Kontakte“ vermutlich auch nur wenig mit irgendwelchen Statistiken zum Thema Demografie und Facebook anfangen.

Es also schwierig hier den richtigen Weg zu finden und daher empfehlen manche Berater die Pflege eines professionellen und eines privaten Accounts, doch derartige Dinge halte ich persönlich für oft nicht umsetzbar und teilweise auch ziemlich kontraproduktiv. In meinen Augen ist eine strikte Trennung der beiden Bereich heute nämlich nur noch sehr bedingt möglich und daher sollten wir eher darauf achten, welches Erscheinungsbild wir selber in der virtuellen Welt dort draussen abliefern.

Es liegt also ausschließlich bei uns selbst und bei unseren Aktivitäten, die wir täglich in den Social Networks ausüben, ob wir von unserem zukünftigen Arbeitgebern oder auch Kunden als übermüdeter Partyfreund oder als kompetenter Mitarbeiter bzw. als seriöser Geschäftspartner angesehen werden.

In diesem Zusammenhang würde mich natürlich mal interessieren, wie Ihr eure Online-Reputation im Auge behaltet. Nutzt Ihr spezielle Tools? Habt Ihr gewisse Grundregeln für euch selbst definiert? Welche Informationen verbreitet Ihr online und welche bleiben dann doch eher der Offline-Welt vorbehalten?

3 comments for “Fun-Gruppen: Wer achtet schon auf seine Online-Reputation?

  1. 17. Februar 2010 at 09:14

    @“Es liegt also ausschließlich bei uns selbst und bei unseren Aktivitäten, die wir täglich in den Social Networks ausüben, ob wir von unserem zukünftigen Arbeitgebern oder auch Kunden als übermüdeter Partyfreund oder als kompetenter Mitarbeiter bzw. als seriöser Geschäftspartner angesehen werden.“

    Das Bewerber im Vorfeld von Personalern online überprüft werden, ist mittlerweile ein Fakt. Die von Ihnen im Artikel genannten Social Network-Gruppen sind sicher Paradabeispiele…dennoch denke ich nicht, dass Party- oder Urlaubsfotos gleich Karrierekiller sein müssen.
    Wichtig ist, dass zu einer Person auch ausreichend Informationen im Netz zu finden sind, die seine beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Vorzüge in den Vordergrund stellen.
    Wichtig ist, dass man als Bewerber auffällt und mit seinem Profil und seinen Fähigkeiten vom Personaler auch gefunden wird.

  2. 17. Februar 2010 at 09:32

    Hallo…

    nun ja…ich denke mal, dass in deinem Beitrag auch sehr viel Interesse liegt, die eigene Dienstleistung in ein positives Licht zu rücken. Grundsätzlich geniessen Suchmaschinen wie Yasni ja nicht unbedingt einen guten Ruf und da eignet sich ein solcher Beitrag natürlich gut dazu, den Nutzern die eigenen Vorzüge etwas näher zu präsentieren. 😉

  3. 17. Februar 2010 at 09:52

    Hmhhh…sicher, warum sollten wir uns zum Thema Online Reputation Management nicht äußern, wenn wir dafür ein spezielles Angebot für unsere Nutzer haben? Du hattest ja glaube ich nach passenden Tools gefragt, oder?
    😉

    Grundsätzlich wird nachhaltiges Egomarketing, also die Darstellung der eigenen Person und der eigenen Fähigkeiten im Netz immer wichtiger werden. Dazu gehört auch ein kontinuierliches Monitoring zur eigenen Person und zu relevanten Begriffen. In Sachen ORM wollen wir uns einfach als Wegweiser positionieren. Im Vordergrund stehen die Suche bzw. Findbarkeit und dafür bietet Yasni neben der Funktionalität vor allem eine sehr hohe Reichweite.

    Wenn du dir Yasni Premium mal anschaust, dann wirst du sehen, dass Yasni nicht „nur“ eine Suchmaschine ist, sondern in Verbindung mit den kostenlosen Profilen und den Premium-Angeboten weitaus mehr zu bieten hat.
    😉

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