PleaseRobMe klärt über Gefahren von Foursquare auf

Fast jedes neue Mobiltelefon verfügt heute über eine GPS-Unterstützung und Dienste wie Foursquare, Brightkite oder Gowalla erfreuen sich mittlerweile einer stetig wachsenden Fangemeinde, aber auch hier liegen die eigentlichen Gefahren für den Nutzer wie so oft im Verborgenen.

Bei fast allen Geo-based-Networks geht es in der Regel darum, für die eigenen Kontakte oder in vielen Fällen auch für die gesamte Netzwelt in regelmäßigen Abständen den eigenen Standort zu publizieren. Wir wissen also anhand der mobilen GPS-Daten des Handy, ob sich Hans vielleicht gerade beim Italiener um die Ecke befindet oder ob Franziska sich eventuell auf dem Weg nach München oder Hamburg befindet.

Alle diese Daten sind jedoch oftmals auch in den öffentlichen Twitter-Streams abrufbar und genau dort liegt das große Problem, denn wie das Projekt PleaseRobMe uns sehr deutlich vor Augen führt, interessieren sich unter Umständen nicht nur unsere persönlichen Freunde und Kontakte für diese GEO-Meldungen, sondern möglicherweise auch einige viel dunklere Gesellen mit unzweifelhaften Absichten.

Was das eine nun mit dem anderen zu tun hat? Nun, das Script unter http://pleaserobme.com filtert ähnlich wie unser Projekt Twittercharts beispielsweise alle Tweets zu einem bestimmten Thema aus den öffentlichen Twitter-Streams heraus und fast diese übersichtlich für den Besucher in einer Liste zusammen.

Anhand der üblichen verwendeten Textmerkmale wie „left home and checked in“ erkennt das System also, dass es sich um einen automatisierten Foursquare-Tweet handelt und schickt anschließend eine ebenfalls automatisierte Warnung via. Twitter an die betreffenden Nutzer zurück.

Mit Hilfe dieser relativ einfach zu erstellenden Filter können sich Einbrecher natürlich jederzeit ein Bild davon machen, wer möglichweise seine Wohnung in welcher Strasse gerade unbewacht zurück gelassen hat. Ziel des Gründers Frank Groeneveld war es jedoch nie gewesen mit PleaseRobMe den Einbrechern unter die Arme zu greifen, sondern er möchte mit der Plattform uns alle ein wenig mehr für das Thema Datenschutz sensibilisieren.

Einerseits lassen wir das Licht an, wenn wir in den Urlaub fahren, andererseits erzählen wir jedem im Web, wenn wir nicht zuhause sind.

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