Bei Twitter möchte man keine weiteren Clients

Schaut man sich die Entwicklung von Twitter in den letzten Jahren an, dann hat die einfach nutzbare API in meinen Augen ordentlich zum riesen Erfolg des Unternehmens beigetragen, denn Dank einer guten Dokumentation und mit Hilfe der vielen im Netz frei verfügbaren SDKs war es wirklich für fast jeden Entwickler möglich einen eigenen Twitter-Client auf die Beine zu stellen.

Doch genau diese zahlreichen Clients scheinen Twitter nun ein ziemlicher Dorn im Auge zu sein, denn wie Ryan Sarver nun offiziell bekanntgegeben hat, wurden die Developer Richtlinien des Unternehmens kürzlich wie folgt angepaßt.

More specifically, developers ask us if they should build client apps that mimic or reproduce the mainstream Twitter consumer client experience. The answer is no.

Mit diesen recht klaren Worten möchte man bei Twitter scheinbar nun sicherstellen, dass keine weiteren Clients für die Plattform auf dem Markt erscheinen. Im Unternehmen selbst begründet man diese Entscheidung mit dem Hinweis auf die User Experience und die zahlreichen Datenschutz-Probleme bei Third-Party Apps.

Klar, das Thema Datenschutz ist natürlich ein Totschlag-Argument, aber geht es wirklich darum? Persönlich denke ich eher, dass man bei Twitter die eigenen Sponsored Tweets mehr in den Fokus stellen möchte und das geht natürlich nur dann, wenn möglichst viele Nutzer den offiziellen Twitter-Client verwenden.

Man darf also gespannt sein, wie sich nun die Unternehmen verhalten werden, die ihr Business komplett auf die Plattform Twitter ausgerichtet haben. Zwar sollen offiziell bereits am Markt verfügbare Clients auch weiterhin durch Twitter geduldet werden, aber Ryan schreibt dazu auch ganz klar:

We will be holding you to high standards to ensure you do not violate users’ privacy, that you provide consistency in the user experience, and that you rigorously adhere to all areas of our Terms of Service.

Meiner Meinung nach steckt Twitter hier in einem ziemlichen Dilämma, denn auf der einer Seite wollen die Investoren auch endlich mal etwas Geld verdienen und auf der anderen Seite werden genau diese Schritte, die man jetzt mit der Änderung der Richtlinien eingeleitet hat, sicherlich dazu führen, dass die Diskussionen über die Notwendigkeit eines dezentralen Twitter-Services wieder aufflammen.

via. TheNextWeb.com

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