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Apple kennzeichnet UDID in iOS5 als Deprecated

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 20.08.2011 um 06:39 Uhr

Nicht wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! So oder zumindest so ähnlich könnte die Überschrift über diesem Beitrag sicherlich auch lauten, denn die von Techcrunch ausgelöste Welle der Entrüstung ist in meinen Augen reine Panikmache.

Was ist geschehen?

Laut Informationen von Techcrunch wurde der Zugriff auf die Unique Device ID (kurz: UDID) im aktuell vorliegenden iOS5 Beta 6 SDK als Deprecated gekennzeichnet und damit sind alle iOS Entwickler angehalten in Zukunft neue Wege bei der eindeutigen Identifizierung eines Nutzers zu gehen.

Bei Techcrunch drückt man sich da jedoch viel dramatischer aus:

App publishers are now supposed to create their own unique identifiers to keep track of users going forward, which means they may have to throw all of their historical user data out the window and start from scratch.

Aus der Sicht eines Entwicklers muss ich jedoch sagen, dass die Jungs drüben bei Techcrunch ganz großen Blödsinn schreiben, denn nur weil eine Funktion oder Methode von Apple als Deprecated gekennzeichnet wird, bedeutet das noch lange nicht, das diese Funktion mit der Golden Master oder mit der Final-Version vollständig entfernt wird.

Diese Kennzeichnung ist lediglich ein Hinweis an die Entwickler, dass es für den Zugriff auf uniqueIdentifier nun neue und damit von Apple auch favorisierte Möglichkeiten gibt. Es bedeutet jedenfalls nicht, dass wir innerhalb der App nun von heute auf morgen nicht mehr auf den uniqueIdentifier zugreifen können.

Schaut man beispielsweise in das aktuelle iOS 4.x SDK so findet man eine ganze Reihe von Methoden, die bereits im iOS 3.x SDK als Deprecated gekennzeichnet wurden und bis heute noch im SDK vorhanden sind. Die aktuelle Panik unter den Entwicklern ist daher in meinen Augen völlig unangebracht, denn Apple wird eine derart wichtige Zugriffsmöglichkeit nicht von heute auf morgen abschalten.

Vielleicht werden wir die endgültige Entfernung mit iOS 6 oder iOS 7 erleben, aber zum aktuellen Zeitpunkt sehe ich hier absolut keine Gefahr, denn mit dieser Entscheidung würde Apple sich vermutlich selbst in große Schwierigkeiten bringen. Eine Vielzahl der momentan vorhandenen Apps nutzt die UDID beispielsweise zur Identifizierung des Gerätes, des Nutzers oder was auch immer und ich kann mir nicht vorstellen, dass Apple hier einen AppStore mit zahlreichen nicht mehr funktionsfähigen Apps riskieren möchte.

Branchenbücher sind noch lange nicht out!

Abgelegt von Sascha Schoppengerd am 16.08.2011 um 05:51 Uhr

Wir erinnern uns alle an die Zeiten in denen Webkataloge und Branchenbücher zu Hauf das Netz bevölkerten. Viele dieser Projekte waren allein aus SEO Gründen erschaffen worden und da ist es natürlich auch nicht weiter verwunderlich, dass sich nach einem Hype auch schnell wieder Ernüchterung in der Szene bereitgemacht hat.

Viele SEO Guru’s sagen demnach schon seit Jahren den Tod von Webkatalogen und Branchenbüchern in der Netzwelt vorher und zumindest im Bezug auf die Eignung als SEO Werkzeug kann ich diese Meinung uneingeschränkt teilen, aber als eigenständiges Business-Model haben Branchenverzeichnisse sicher noch lange nicht ausgedient, denn selbst die Kollegen drüben bei deutsche Startups sehen für spezialisierte Verzeichnisse, die eine Nische im Segment besetzen, noch sehr gute Marktchancen!

Die Generation Internet kennt die Gelben Seiten meist nur noch von der Oma. Branchenbücher sind aber nicht nur deswegen momentan angesagt. Denn der Markt steht nicht nur vor einem enormen Wandel, er ist auch groß und lukrativ. Neben Digitale Seiten (www.digitaleseiten.de) bearbeiten auch Auskunft.de (www.auskunft.de), instep (www.instep.de) und Pflege.de (www.pflege.de) dieses spannende Segment.

Der Ansatz ist meist ähnlich: Die Start-ups suchen sich wie Digitale Seiten ein Nischenthema – beispielsweise Maler.org (www.maler.org) – und verkaufen den Anbietern im Lande einen Eintrag in diesem Branchenverzeichnis. Prognose: Hier brauchen allle einen langen Atem und viel Geduld mit der Zielgruppe!

Sicher ist aber auch, dass sich ein solcher Erfolg nicht allein durch den Kauf einer Software wie easyLink einstellen wird, denn ein gutes Branchenbuch auf die Beine zu stellen, bedeutet zum einen sehr viel Arbeit und zum anderen man muss sicherlich auch bereit sein etwas Geld in die Hand zu nehmen, denn die Individualität im Bezug auf Mehrwert und Design ist hier oftmals der Schlüssel zum Erfolg.