Branchenbücher sind noch lange nicht out!

Wir erinnern uns alle an die Zeiten in denen Webkataloge und Branchenbücher zu Hauf das Netz bevölkerten. Viele dieser Projekte waren allein aus SEO Gründen erschaffen worden und da ist es natürlich auch nicht weiter verwunderlich, dass sich nach einem Hype auch schnell wieder Ernüchterung in der Szene bereitgemacht hat.

Viele SEO Guru’s sagen demnach schon seit Jahren den Tod von Webkatalogen und Branchenbüchern in der Netzwelt vorher und zumindest im Bezug auf die Eignung als SEO Werkzeug kann ich diese Meinung uneingeschränkt teilen, aber als eigenständiges Business-Model haben Branchenverzeichnisse sicher noch lange nicht ausgedient, denn selbst die Kollegen drüben bei deutsche Startups sehen für spezialisierte Verzeichnisse, die eine Nische im Segment besetzen, noch sehr gute Marktchancen!

Die Generation Internet kennt die Gelben Seiten meist nur noch von der Oma. Branchenbücher sind aber nicht nur deswegen momentan angesagt. Denn der Markt steht nicht nur vor einem enormen Wandel, er ist auch groß und lukrativ. Neben Digitale Seiten (www.digitaleseiten.de) bearbeiten auch Auskunft.de (www.auskunft.de), instep (www.instep.de) und Pflege.de (www.pflege.de) dieses spannende Segment.

Der Ansatz ist meist ähnlich: Die Start-ups suchen sich wie Digitale Seiten ein Nischenthema – beispielsweise Maler.org (www.maler.org) – und verkaufen den Anbietern im Lande einen Eintrag in diesem Branchenverzeichnis. Prognose: Hier brauchen allle einen langen Atem und viel Geduld mit der Zielgruppe!

Sicher ist aber auch, dass sich ein solcher Erfolg nicht allein durch den Kauf einer Software wie easyLink einstellen wird, denn ein gutes Branchenbuch auf die Beine zu stellen, bedeutet zum einen sehr viel Arbeit und zum anderen man muss sicherlich auch bereit sein etwas Geld in die Hand zu nehmen, denn die Individualität im Bezug auf Mehrwert und Design ist hier oftmals der Schlüssel zum Erfolg.

14 comments for “Branchenbücher sind noch lange nicht out!

  1. 18. August 2011 at 08:53

    Ich persönlich habe mich mit meinem Unternehmen mittlerweile ganz klar gegen einen Eintrag in diese „Gelben Seiten“ bzw. Branchenbücher entschieden – es ist für mich einfach nicht mehr nachvollziehbar inwieweit hier eine Firma einen Vorteil hat, meiner Meinung nach wird heute fast ausschließlich über das Internet gesucht / gefunden – und solange die Branchenbücher sich selbst im Google nicht nach vorne platzieren und den Inhalt quasi bereitstellen ist dies für mich in meiner Branche ein KO-Kriterium.

  2. 28. August 2011 at 07:27

    Ich finde, dass es nur ein paar wenige gute online Brachenbücher gibt. Leider gibt es unzählige no-name online Branchenbücher, bei denen es sicherlich keinen Wert hat, sich einzutragen.

  3. 28. August 2011 at 20:18

    Wieso ist es ein „KO-Kriterium“ wenn man sein Unternehmen in den Gelben Seiten einträgt. Es gibt sehr viele Menschen die die Gelben Seiten Online und Offline nutzen. Als Dienstleistungsunternehmen sollte man sich auf jeden Fall in den Gelben Seiten eintragen.

    • 30. August 2011 at 11:15

      Wer nutzt Gelbe Seiten denn wirklich noch? Ich kenne keinen aus meinem Umfeld. Ältere Menschen, die nicht so internetaffin sind, fragen dann meist ihre Enkel oder Kinder, die dann auch einfach im Internet suchen … und dabei sicher nicht auf Branchenverzeichnisse zurückgreifen.
      Einen Versuch ist es sicher wert, aber ich glaube nicht, dass es wirklich richtig anlaufen kann.

    • 12. September 2011 at 19:28

      Wenn du unter Gelbe Seiten nur die gedruckten Medien verstehst, dann hast du nur zum Teil recht. Es kommt sehr stark darauf an, wo die Kunden sitzen, die man ansprechen will. Meine Erfahrung ist, dass in ländlichen Gegenden doch bevorzugt die gedruckten Branchenbücher wie Gelbe Seiten oder Klicktel zur Rate gezogen werden. In Ballungsgebieten wie etwas das Ruhrgebiet oder in Großstädten wie Hamburg sind die Menschen viel internetaffiner und googeln! Hier kommen die Branchenverzeichnisse ins Spiel.. Wenn sie gut optimiert sind, dann erscheinen sie auch für bei bestimmten Suchanfragen auf der ersten Seite, manchmal sogar auf Platz 1 (siehe kennstdueinen.de oder qype.com).. Deshalb sollte man meiner Meinung die Branchenverzeichnisse oder Web-Kataloge nicht unterschätzen. Ich trage meine Firma vorsichtshalber ein..

  4. 1. September 2011 at 13:14

    Also wenn ich mal genau überlege, könnte ich nicht mal mehr sagen, wann ich das lezte Mal in ein Branchenbuch geschaut habe… Und wenn ich über eine Firma oder einen Branchenzweig etwas erfahren möchte, schaue ich ins Netz… habe auch noch nie mit dem Gedanken gespielt, mich in irgend einer Form bei soetwas eintragen zu lassen…

    • 6. September 2011 at 10:41

      Geht mir da ganz ähnlich. Ich glaube, ich habe das letzte Mal als kleines Kind in die Gelben Seiten geschaut, weiß schon gar nicht mehr, weswegen, vielleicht auch nur aus Neugier, was das denn sein mag.

      Ich lasse mich natürlich gern vom Gegenteil überzeugen, sprich, dass ein solches Verzeichnis tatsächlich einen Nutzen bieten kann. Aber skeptisch bin ich schon.

  5. 1. September 2011 at 21:41

    Ein Verzeichnis kann durchaus einen Mehrwert bieten. Das kommt natürlich auf die Qualität des Verzeichnisses an. Die meisten 01/15 Webkataloge haben kaum einen Nutzen für den Besucher. Ich schaue mich aber gerne mal in Blogverzeichnissen um und finde dort auch mal den ein oder anderen Interessanten neuen Blog. Genauso wie man im DMOZ auch Seiten findet, welche eben bei diversen Suchabfragen nicht immer oben gelistet werden..

  6. 9. September 2011 at 10:56

    Mit Branchenverzeichnissen verhält es sich genauso wie mit Social-Bookmarkanbietern oder Webkatalogen.
    Man sollte alle Eigenschaften einer Seite genau checken, bevor man einen Link auf Ihr setzt.

    Im großen und ganzen sind aber gute Branchenverzeichnisse auch gut für die eigene Seite, wenn man sich die Arbeit macht und einen Eintrag anfertigt.

  7. 16. September 2011 at 08:18

    Also im allgemeinen sind doch die Branchenbücher Online hauptsächlich für SEOs interessant.
    Aber die jungen vergessen doch oft wie die älteren Arbeiten und Informationen suchen.

  8. 29. September 2011 at 07:25

    Ob Branchenbücher heute noch gut sind, stelle ich auch sehr in Frage. Unternehmen, wie es schon viele hier gesagt haben, werden im Internet gesucht und dort sollte auch eine vorhandene Homepage auftauchen.

    Am schlimmsten finde ich ja die Branchenbuch AG, die zocken mit ihrer schlechten Seite die Unternehmen richtig ab. Aufpassen!

  9. Nuri
    29. September 2011 at 09:26

    Meine Meinung ist, dass man schon auswählen sollte, in welche Bücher man sich eintragen lässt. In manchen Fällen kann man bei den Branchenbüchern jedoch auch von deren guter Platzierung profitieren

  10. jan
    3. November 2011 at 08:35

    Branchenbücher haben aus meiner Sicht her nicht total ausgedient, klar ist es wichtig wenn eine Firma mit Ihrer eigene Webseite gefunden wird, aber leider wissen die wenigsten das man dafür auch was tun soll und muss, und die findet man zb bei den gelben Seiten

  11. Johannes
    24. Oktober 2015 at 21:10

    Ich denke es geht immer mehr in Richtung eines Pay-per-Lead-Modells. Die Bezahlung für einen einfachen Eintrag wird immer weiter verschwinden.

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