Der „heftig.co“-Stil und seine Folgen

Da ich sowohl beruflich als auch privat im Internet fast lebe sind mir die Beiträge und Berichte im „heftig.co“-Stil wie: „Sie wollte sich nur einen Film anschauen und was dann geschah stockte ihr den Atem“ schon sehr oft aufgefallen.

In der Regel verbergen sich hinter solchen Überschriften viele worte die nichts aussagen und nur zum Schluss erhält man die Information die man beim klick auf die Überschrift gesucht hatte.

Ich weiß nicht genau was ich von dem Stil halten soll, ich sehe das wie den „Geiz ist geil“ Stil der sehr bekannten Werbekampagne. Sicherlich bringt der heftig.co“-Stil einem Blog 500% mehr Klicks und Besucher, aber was genau richtet dieser Stil mit der Lesegewohnheit der User an?

Werden wir zukünftig nur noch Beiträge wie: „Sie schreib einen Blogbeitrag und was dann geschah, damit hatte niemand gerechnet“ schreiben müssen damit wir überhaupt noch Leser bekommen? Gibt es davon noch eine Steigerung? Verderben wir uns damit nicht unsere Leserschaft?

Ich persönlich werde den heftig.co“-Stil nicht anwenden da ich das ganze nicht unterstützen möchte und immer noch davon überzeugt bin das 100 Interessierte Leser besser sind als 1000 die nur geklickt haben weil ich die Überschrift aufgebauscht habe.
Aber vielleicht stehe ich allen mit meiner Meinung da und Ihr findet den heftig.co“-Stil gut. Wie seht Ihr das?

16 comments for “Der „heftig.co“-Stil und seine Folgen

  1. Lugi
    23. Juli 2014 at 08:12

    Ich persönlich kann mit den „news“ á la „Heftig.co“ wenig anfangen, aber es gibt genug Menschen, die darauf abfahren. Viele Menschen wollen eben die oberflächliche Unterhaltung (siehe Internet, Fernsehen,…). Ich finde jetzt nicht, dass das Angebot von „Heftig.co“ die Lesegewohnheiten zerstört.
    Wer auf seriöse news zurückgreifen will, findet die auch weiterhin. Viel erstaunlicher finde ich es, dass die Macher der Seite es innerhalb kürzester Zeit geschafft haben, eine Seite zu kreieren die „Bild.de“ und „Spiegel.de“ Konkurrenz macht (zumindest teilweise) und das praktisch ohne Werbung und minimalem Budget.
    Die einzige Gefahr sehe ich darin, dass sich die reißerischen Überschriften schnell abnutzen.

  2. Thomas Müller
    25. Juli 2014 at 10:07

    Danke für den tollen, hilfreichen Artikel.Ich bin eine richtige Anfängerin und hab wieder viel dazu gelernt, dank dir!
    Lieben Gruß

  3. 12. August 2014 at 09:55

    Ich kann Lugi nur teilweise zustimmen.
    Zwar mag es möglich sein, dass man durchaus seriöse News findet, wenn man sie sucht. Auch, dass man an solche heftig.co Nachrichten auf den Seiten von Klatsch- und Boulevard Magazinen mittlerweile gewöhnt ist, kann ich bestätigen und da stören sie auch das Leseverhalten nicht. Bei bild.de & Co. rechne ich mit solchen Schlagzeilen. Allerdings nimmt der heftig.co-Stil mittlerweile auch bei einigen seriösen Anbietern überhand… Und da stört es mich schon.

  4. 18. August 2014 at 10:47

    Ich hatte grad eine interessante Infografik gesehen, die auch die Wichtigkeit einer guten Überschrift untermauert. Nur 2 von 10 Besuchern lesen den ganzen Artikel, die anderen lesen nur den Anfang und klicken dann weiter.
    Ich finde diesen heftig.co-Stil auch nicht berauschend, aber anscheinend wirkt er. Und über die Seriösität müssen wir sicher nicht reden.
    Ich für meinen Teil versuche immer das Beste aus solchen Beispielen zu ziehen. Sicherlich werde ich nicht den heftig.co-Stil überall anwenden, aber vielleicht in abgeschwächter Form für bestimmte Social Media Kampagnen. In der Infografik stand nämlich auch, dass Artikel mehr geshared werden, wenn negative Worte wie „nicht“ enthalten sind. Ein Versuch ist es wert 😉

  5. 29. August 2014 at 16:16

    „… und was dann geschah würde im Normalfall keiner lesen…weil es so uninteressant ist “ – und ich auch nicht mit solch dumm-reisserischer Überschrift. Für mich heißt das ganz klar: weiter scrollen, – nix für mich dabei !

  6. Nachhilfe
    8. September 2014 at 07:29

    Ist doch genau das selbe wie bei der reißerischen Tageszeitung mit vier Buchstaben!
    Ein Großteil der Bevölkerung will quasi geleitet werden uns sich nicht selbstständig ein BILD machen! Traurig, aber leider die Realität.

  7. 27. Oktober 2014 at 17:57

    jo geht mir genauso. bin von dieser „machart“ auch ziemlich enttäuscht und setze eher auf konventionellere lösungen/techniken. irgendwo muss auch qualität her 😉

  8. 29. Oktober 2014 at 13:59

    Sehe ich genauso! Es sind ausserdem nicht nur Blogs betroffen auch die gesamte Youtube Szene. An jeder Ecke findet man eine Video mit der einen bestimmten Betitelung und ich bekomme auch ebenfalls schon das kotzen wenn ich es auf diversen Social Media Plattformen zu sehen bekomme…

  9. 10. November 2014 at 18:26

    Rechtzweinull.de schreibt auf seiner Seite dass es ein Modell mit vielen Schattenseiten ist. Dies wird wahrscheinlich nicht lange gut gehen und entweder bald mal eine Abmahnungswelle bei Heftig.co ins Haus flattert oder Facebook solche Inhalte einfach nicht mehr zulässt.
    Fakt ist jedenfalls: Teaser waren und sind eines der wichtigsten Mittel um einen Leser zu animieren den Inhalt durchzulesen. Gerade im Onlineberreich verbringt ein Nutzer nur noch Bruchteile einer Sekunde damit, zu entscheiden ob er einen Artikel liest oder nicht.

  10. 12. Januar 2015 at 09:30

    Es sollte ja eigentlich für die meisten offensichtlihc sien aber dennoch good to know 🙂

  11. 31. Januar 2015 at 18:29

    Die Überschriften sind schon teilweise irreführend. Aber es scheint ja zu funktionieren.
    Im Kampf um Leser artet das Ganze halt etwas aus…

  12. sven
    4. März 2015 at 17:11

    ich finde den stil seriös und ich denke darauf kommt es direkt bei einem neuen besucher einer seite drauf an vertrauen und neugierde zu wecken.

  13. Markus
    18. März 2015 at 15:05

    Nicht alle Menschen wollen seriöse Inhalte konsumieren, ein Großteil möchte einfach unterhalten werden. Und dazu bedienen sich die bekannten Printmedien und auch Onlinemedien halt des reisserischen Stils.
    Ziel ist dabei größtmögliche Verbreitung/größtmöglicher Konsum (auf Kosten der Seriösität).

    Ob das auch das Ziel der „eigenen“ Seite/Blogs sein soll? Kann jeder für sich entscheiden…

  14. Steffen
    11. Mai 2015 at 13:40

    Einfach nervig! Lockt die Besucher und was kommt, ist heiße Luft. Heftig ist daran schon mal gar nichts, ein Grund, warum ich sowas gar nicht mehr beachte. Dauert bestimmt nicht mehr lange, bis die Virenverbreiter diese Überschriften für ihre Seiten nutzen und dann ist das Drama groß.

  15. Alex
    19. Mai 2015 at 08:16

    Hey, also ich finde das nur noch nervig. Permanent werden solche „Lockversuche“ gestartet, doch bei mir hat diese Art des Aufmerksammachens überhaupt keine Wirkung mehr. Nur sehr selten falle ich noch darauf hinein und folge wirklich einem solchen Link auf die vermeintliche „Wahsinns-Story“! Denke nicht, dass sich eine solche Herangehensweise auf Dauer lohnen wird. Ich persönlich würde immer auf informative Überschriften setzen und dann einen guten Content anbieten. Das hält langfristig sicher mehr zufriedene Leser auf deiner Seite, die auch gerne wiederkommen!
    Gruss Alex

  16. Stefan
    16. Februar 2016 at 12:47

    Ich kann euch nur zustimmen, vor allem nimmt es überhand und immer mehr Artikel werden von immer mehr Diensten so gepostet 😐

    Ich habe die Reißleine gezogen und all‘ diese nervigen Seite ent-follow-ed. Jetzt sehe ich sogar wieder was meine Freunde posten weil die timeline nicht mehr mit dem ganzen Schrott geflutet wird – herrlich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.